Nikotin-Shot berechnen: Formel, Tabelle und Beispiele

nikotinshot berechnen

Nikotin-Shots sofort in der Tabelle ablesen

Diese Matrix gilt ausschließlich für 10-ml-Shots mit 20 mg/ml und eine feste fertige Endmenge. Die Mengen in der linken Spalte sind also das gesamte Liquid nach dem Mischen – nicht eine bereits vorhandene 0-mg-Menge, zu der anschließend Shot kommt.

Tabelle mit 20 berechneten Shot-Mengen für 30 bis 120 ml feste Endmenge und Ziele von 1,5 bis 10 mg/ml.
Statische Rechentabelle für 20-mg/ml-Shots und feste Endmengen. Jede Zelle zeigt Shot-ml und das rechnerische 10-ml-Flaschenäquivalent; Teilshots bleiben ungerundet.
Benötigter Shot bei 20 mg/ml – Angabe je Zelle: Shot-Volumen / rechnerische Anzahl 10-ml-Shots
Fertige Endmenge Ziel 1,5 mg/ml Ziel 3 mg/ml Ziel 6 mg/ml Ziel 10 mg/ml
30 ml 2,25 ml / 0,225 Shot 4,5 ml / 0,45 Shot 9 ml / 0,9 Shot 15 ml / 1,5 Shots
50 ml 3,75 ml / 0,375 Shot 7,5 ml / 0,75 Shot 15 ml / 1,5 Shots 25 ml / 2,5 Shots
60 ml 4,5 ml / 0,45 Shot 9 ml / 0,9 Shot 18 ml / 1,8 Shots 30 ml / 3 Shots
100 ml 7,5 ml / 0,75 Shot 15 ml / 1,5 Shots 30 ml / 3 Shots 50 ml / 5 Shots
120 ml 9 ml / 0,9 Shot 18 ml / 1,8 Shots 36 ml / 3,6 Shots 60 ml / 6 Shots

Die Zahl hinter dem Schrägstrich ist ein rechnerisches Flaschenäquivalent. Sie ist keine Aufforderung, auf volle Flaschen zu runden. Für einen Shot mit einer anderen Konzentration – etwa 18 mg/ml – setzt du die tatsächliche Etikettstärke in die Formel ein.

Teilshots richtig lesen

Ein Dezimalwert lässt sich direkt in Milliliter übersetzen: 0,75 eines 10-ml-Shots sind 7,5 ml. Würdest du stattdessen den ganzen 10-ml-Shot verwenden, ändern sich sowohl Endvolumen als auch Endkonzentration.

Auch 1,8 Shots sind kein Rundungsproblem: Das bedeutet 18 ml. Wie du eine Teilmenge praktisch und sicher abmisst, richtet sich nach der Verpackung und den Herstellerhinweisen des konkreten Produkts.

Zwei getrennte Rechenpfade: feste Endmenge mit ersetzter Basis und vorhandenes Liquid mit wachsendem Endvolumen.
Zwei Rechenfälle, zwei Formeln: Nur bei Fall A steht die fertige Endmenge vorher fest. In Fall B wird Shot hinzugegeben; Endvolumen und benötigte Flaschenkapazität steigen.

Die Formel für eine feste Endmenge

Dieser Fall passt, wenn du von Anfang an festlegst, wie viel fertiges Liquid am Ende vorhanden sein soll. Die Nikotinmasse des Shots verteilt sich auf genau dieses Zielvolumen.

VZiel
gewünschte fertige Gesamtmenge in Millilitern
CZiel
gewünschte Endkonzentration in Milligramm pro Milliliter
CShot
Shot-Konzentration laut Etikett in Milligramm pro Milliliter
VShot
benötigtes Shot-Volumen in Millilitern

Formel: VShot = VZiel × CZiel ÷ CShot

10-ml-Flaschenäquivalent: VShot ÷ 10

Nikotinfreie Restmenge: VZiel − VShot

Milliliter, mg/ml und Gesamtmilligramm auseinanderhalten

Drei Einheiten erfüllen drei verschiedene Jobs. Milliliter beschreiben ein Flüssigkeitsvolumen. mg/ml beschreiben eine Konzentration. Milligramm ohne „pro ml“ beschreiben in der Rechnung die gesamte Nikotinmasse. Erst die Kombination ergibt ein prüfbares Resultat.

Multiplizierst du ein Volumen in ml mit einer Konzentration in mg/ml, kürzen sich die Milliliter rechnerisch heraus: Übrig bleiben Milligramm. Teilst du diese Gesamtmilligramm anschließend durch das fertige Gesamtvolumen, erhältst du wieder mg/ml. Diese Einheitenkette ist ein schneller Fehlercheck. Steht am Ende nur „mg“, obwohl eine Konzentration gesucht war, fehlt noch die Division durch das Endvolumen.

Die Zahl der Shotflaschen ist dagegen keine neue Konzentration. Sie ist lediglich Shot-Volumen ÷ Gebindevolumen. Darum muss bei einem anderen Gebinde als 10 ml auch der Flaschenfaktor angepasst werden. Achte beim Übertragen zudem auf das Dezimalkomma: 1,5 mg/ml sind nicht 15 mg/ml.

Shot-Volumen und Anzahl Flaschen berechnen

Beispiel: Gewünscht sind 60 ml fertiges Liquid mit 3 mg/ml. Der Shot enthält 20 mg/ml.

  1. 60 ml × 3 mg/ml = 180 mg benötigte Nikotinmasse.
  2. 180 mg ÷ 20 mg/ml = 9 ml Shot.
  3. 9 ml ÷ 10 ml = 0,9 eines 10-ml-Shots.
  4. 60 ml − 9 ml = 51 ml nikotinfreie Restmenge.

Die Rückwärtskontrolle bestätigt das Ergebnis: 9 ml × 20 mg/ml = 180 mg; geteilt durch 60 ml ergibt das 3 mg/ml.

Aroma von der nikotinfreien Restmenge abziehen

Wird ein separates nikotinfreies Aroma als Teil der fertigen Gesamtmenge hinzugefügt, verändert es nicht die benötigte Nikotinmasse. Es reduziert jedoch die übrige nikotinfreie Basis:

nikotinfreie Basis = VZiel − VShot − VAroma

Reines Rechenbeispiel: Für 100 ml Endmenge mit 3 mg/ml und einem 20-mg/ml-Shot werden 15 ml Shot benötigt. Sind laut Herstellerangabe 10 ml Aroma vorgesehen, bleiben 100 − 15 − 10 = 75 ml nikotinfreie Basis. Ergibt die Rechnung einen negativen Wert, passen die eingegebenen Volumina nicht zusammen. Die Aromamenge selbst kommt ausschließlich aus der Anleitung des konkreten Produkts.

Bereits vorhandenes 0-mg-Liquid auf eine Zielstärke bringen

Dieser zweite Fall beginnt mit einer festen vorhandenen Flüssigkeitsmenge. Der Shot wird hinzugefügt, daher ist das spätere Endvolumen größer als das Startvolumen. Genau deshalb darf hier nicht die Formel aus der Endmengen-Tabelle verwendet werden.

VStart
bereits vorhandene Flüssigkeitsmenge in Millilitern
CStart
deren Ausgangskonzentration in Milligramm pro Milliliter

Allgemeine Formel: VShot = VStart × (CZiel − CStart) ÷ (CShot − CZiel)

Sie gilt für CShot > CZiel ≥ CStart. Bei einem Startliquid mit 0 mg/ml vereinfacht sie sich zu:

VShot = VStart × CZiel ÷ (CShot − CZiel)

Beispiel für ein exaktes Ziel: Zu 50 ml mit 0 mg/ml soll ein 20-mg/ml-Shot gegeben werden, sodass rechnerisch 3 mg/ml entstehen.

50 × 3 ÷ (20 − 3) = 8,82 ml Shot, gerundet auf zwei Dezimalstellen. Das neue Endvolumen beträgt 50 + 8,82 = 58,82 ml. Die Rundung muss in der Ausgabe sichtbar bleiben; sie darf nicht als exakter Ganzflaschenwert verkauft werden.

Warum sich das Endvolumen verändert

Der Shot ersetzt in diesem Fall keine andere Flüssigkeit. Er kommt zur vorhandenen Menge hinzu. Ein Inhalt von 50 ml beweist deshalb nicht, dass die Flasche weitere 8,82 oder 10 ml aufnehmen kann. Prüfe die reale Gesamtkapazität des konkreten Behälters, bevor du etwas zugibst.

Kontrollbeispiel für vorhandenes Shortfill

Ein häufiges Kontrollbeispiel ist bewusst anders als das exakte 3-mg/ml-Ziel: 50 ml bei 0 mg/ml plus ein voller 10-ml-Shot mit 20 mg/ml.

  1. 10 ml × 20 mg/ml = 200 mg Nikotin insgesamt.
  2. 50 ml + 10 ml = 60 ml Endvolumen.
  3. 200 mg ÷ 60 ml = 3,33 mg/ml rechnerische Endkonzentration.

Das Beispiel ist nur praktisch umsetzbar, wenn die Flasche tatsächlich mindestens 60 ml Gesamtvolumen fasst. „50 ml Inhalt“ und „60 ml Flaschenkapazität“ sind zwei verschiedene Angaben.

Sonderfälle und ungültige Ergebnisse

  • Ziel 0 mg/ml: Dafür wird kein Nikotinshot benötigt.
  • Ziel gleich oder über der Shot-Stärke: Mit diesem Shot lässt sich das Ziel nicht durch Mischen mit einer schwächeren Flüssigkeit erreichen.
  • Negativer Rest: Shot, Aroma und weitere Bestandteile überschreiten die festgelegte Endmenge.
  • Zu kleine Flasche: Eine rechnerisch richtige Menge kann praktisch trotzdem nicht hineinpassen.
  • Andere Shot-Stärke: Setze den Wert vom Etikett als CShot ein; nutze nicht die 20-mg/ml-Tabelle.

Vorhandene Nikotinstärke erhöhen oder senken

Enthält die Startflüssigkeit bereits Nikotin, bleibt CStart in der allgemeinen Formel stehen. Erhöhen funktioniert nur, wenn die hinzugegebene Flüssigkeit stärker als das gewünschte Ziel ist. Zum rechnerischen Senken wird dagegen eine Flüssigkeit benötigt, deren Konzentration unter der Zielstärke liegt. Das ist eine Massenbilanz, keine Empfehlung für eine persönliche Nikotinstärke.

PG/VG und Nikotinform richtig einordnen

Die Formeln berechnen Volumen und Nikotinkonzentration. Sie entscheiden nicht, ob PG/VG-Verhältnis, Nikotinform oder Liquid für dein Gerät geeignet sind. Auch mg/ml ist nicht die individuell inhalierte oder aufgenommene Dosis. Gerätefit und Anwendungshinweise müssen separat aus den aktuellen Produktunterlagen kommen.

Vom Ergebnis zur fertigen Mischung

  1. Stärke des Shots und Ausgangsliquids direkt am Etikett prüfen.
  2. Den richtigen Rechenfall wählen: feste Endmenge oder vorhandene Startmenge.
  3. Alle Einheiten durchgehend in ml und mg/ml führen.
  4. Teilshots als Milliliterwert stehen lassen und die reale Flaschenkapazität prüfen.
  5. Verpackungs-, Kennzeichnungs- und Sicherheitshinweise des Produkts befolgen.
  6. Ergebnis über Gesamtnikotin in mg geteilt durch Endvolumen in ml kontrollieren.

Nach § 14 Tabakerzeugnisgesetz sind nikotinhaltige Nachfüllbehälter in Deutschland auf höchstens 10 ml und nikotinhaltige Liquids auf höchstens 20 mg/ml begrenzt. Die vorgeschriebenen Verpackungsangaben und Warnhinweise regelt ergänzend § 27 Tabakerzeugnisverordnung. Maßgeblich bleibt immer der aktuelle Rechtsstand und das konkrete Etikett.

Passendes nikotinfreies 187 Shortfill auswählen

Wenn Rechnung, Gerätefit und freie Flaschenkapazität geklärt sind, kannst du nikotinfreie 187 Shortfills ansehen. Die Collection übernimmt den Kaufjob; dieser Ratgeber bleibt bei der Berechnung und gibt keine Produkt- oder Stärkeempfehlung.

Häufige Fragen zur Nikotin-Shot-Berechnung

Wie rechne ich mit einem Shot, der nicht 20 mg/ml enthält?

Setze die tatsächliche Konzentration vom Etikett als CShot in die passende Formel ein. Die statische Tabelle gilt nur für 20 mg/ml. Beispiel für Fall A: 60 ml fertige Endmenge mit 3 mg/ml und ein Shot mit 18 mg/ml ergeben 60 × 3 ÷ 18 = 10 ml Shot und 50 ml nikotinfreie Restmenge. Das ist eine Kontrollrechnung, keine Stärkeempfehlung.

Ist ein halber Shot immer 5 ml?

Bei einer 10-ml-Flasche ja: 0,5 davon sind 5 ml. Prüfe trotzdem die tatsächliche Gebindegröße und Stärke auf dem Etikett.

Kann ich die gewünschte Nikotinstärke aus meinem Zigarettenkonsum ableiten?

Dieser Rechner tut das nicht. Zigarettenzahl, Liquidkonzentration und individuell aufgenommene Nikotinmenge sind nicht gleichzusetzen.

Ändert Nikotinsalz die reine Rechenformel?

Für die Massenbilanz zählen Volumen und deklarierte Konzentration. Daraus folgt jedoch keine Freigabe der konkreten Formulierung für ein Gerät oder eine Person.

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